News aus der Arbeitsmedizin und dem Gesundheitswesen




20.06.2026

Hitze, Sonne und Belastung in Ostbayern

Das Wetter in Ostbayern bleibt an diesem Wochenende und in der kommenden Woche voraussichtlich hochsommerlich. Mit großer Wärme, teils schwüler Luft und einzelnen Gewittern ist zu rechnen. Für viele Menschen ist das zwar typisches Sommerwetter, für Körper und Kreislauf kann es aber schnell zur Belastung werden.
Vor allem am Arbeitsplatz kann Hitze die Leistungsfähigkeit deutlich mindern. Die Konzentration lässt nach, körperliche Arbeit wird anstrengender, und das Risiko für Kreislaufprobleme steigt. Das gilt besonders bei Tätigkeiten im Freien, in aufgeheizten Räumen oder überall dort, wo zusätzlich körperliche Belastung hinzukommt.

Was Arbeitgeber beachten sollten
Arbeitgeber sollten bei hohen Temperaturen frühzeitig handeln und den Arbeitsschutz anpassen. Dazu gehören möglichst flexible Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen, Schatten- und Rückzugsmöglichkeiten sowie das Bereitstellen geeigneter Getränke. Wo immer möglich, sollten belastende Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten verlegt werden.
Auch organisatorische Maßnahmen sind wichtig: Beschäftigte sollten über Warnzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Unwohlsein informiert werden, und besonders gefährdete Personen brauchen erhöhte Aufmerksamkeit. Bei Arbeiten im Freien sollte zudem der UV-Schutz mitgedacht werden, etwa durch schattige Arbeitsbereiche, UV-undurchlässige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel.

UV-Belastung am Arbeitsplatz
Bei Arbeiten mit hoher UV-Belastung gelten besondere Anforderungen an den Schutz der Beschäftigten. Nach den Grundsätzen der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist eine Beurteilung der tatsächlichen Belastung wichtig, insbesondere bei regelmäßigen Tätigkeiten unter direkter Sonneneinstrahlung. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken für Haut und Augen so weit wie möglich zu vermeiden. In der AMR 13.3 konkretisiert der Gesetzgeber hierzu die Rahmenbedingungen.
Praktisch heißt das: direkte Sonne möglichst reduzieren, Arbeitszeiten anpassen, Schutzkleidung verwenden und auf eine passende Sonnencreme achten. Wenn die Belastung dauerhaft hoch ist, sollten betriebliche Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizinische Beratung geprüft werden.

Kinder und Senioren
Kinder und ältere Menschen reagieren besonders empfindlich auf Hitze. Deshalb lohnt sich jetzt ein kurzer Blick nach den Nachbarn, Eltern oder Großeltern: Ist genug zu trinken da? Ist die Wohnung nicht zu warm? Wird ausreichend Pause gemacht? Gerade bei älteren Menschen kann Hitze schnell unterschätzt werden, obwohl der Kreislauf stärker belastet wird.
Auch Kinder brauchen an heißen Tagen besondere Aufmerksamkeit. Sie trinken oft zu wenig, spielen trotz Wärme weiter und merken Warnzeichen nicht immer rechtzeitig. Achten Sie deshalb darauf, dass sie regelmäßig trinken, möglichst im Schatten bleiben und nicht zu lange in der Sonne sind.


Falls Sie Fragen zu Themen wie Hitzearbeitsplatz, "Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV
Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag", der AMR 13.3, dem STOP Prinzip oder der Notwendigkeit von arbeitsmedizinsicher Vorsorge haben, kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular. Ich freue mich über Ihr Interesse.





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